Antigone – altgriechisch ganz modern Das Rabatz-Theater spielt eine eigene Fassung von „Antigone“ am KvG

Antigone – altgriechisch ganz modern Das Rabatz-Theater spielt eine eigene Fassung von „Antigone“ am KvG

Gymnasium, Realschule

vom Montag, 5. März 2018

Ist es richtig, für die eigene Überzeugung zu sterben?
Wem sollte man gehorchen, dem eigenen Gewissen oder den Gesetzen anderer?

250 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und der Einführungsstufe des Gymnasiums und der Klassen 10 der Realschule erleben die junge Antigone, Prinzessin am Hof von Theben, bei der Auseinandersetzung mit diesen Fragen.

Antigones Brüder haben sich im Kampf um die Thronnachfolge gegenseitig erschlagen. Kreon, Onkel der jungen Griechen, besteigt den Thron und verweigert einem der Brüder als Strafe dafür, dass er den Krieg verursachte, jegliche Bestattung. Antigone will diese Anordnung des Königs nicht hinnehmen und will auch diesen Bruder begraben. Damit gräbt sie, so der über diesen Ungehorsam wütende König Kreon, auch ihr eigenes Grab. Trotz der Beschwichtigungen ihrer Schwester und ihres Verlobten folgt Antigone ihrem Gewissen, begräbt ihren Bruder und findet so selbst den Tod.

113 Fassungen der altgriechischen Sage „Antigone“ gibt es laut Robert Rickert, Leiter des Rabatz-Theaters. Zwei davon nahm das Rabatz-Theater als Vorlagen für eine eigene Adaptation des Stückes, in welcher Antigone nicht als bemitleidenswertes Opfer dargestellt ist, sondern in der sie als starke junge Frau willentlich und kompromisslos allen gesellschaftlichen Forderungen trotzt.

Wortgewandt und mit teilweise atemlosen Dialogen spielen die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler ihr Stück in moderner Sprache. So gelingt es ihnen, eine Brücke zu schlagen zwischen lehrplangemäßer Antike und betroffen machender Aktualität.