Erprobungsstufe

In der Sekundarstufe I bilden die Klassen 5 und 6 eine besondere pädagogische Einheit, die Erprobungsstufe. Anknüpfend an die Lernerfahrungen der Kinder in der Grundschule führen die Lehrerinnen und Lehrer die Kinder in diesen zwei Jahren an die Unterrichtsmethoden und Lernangebote der Realschule heran.

In der Erprobungsstufe beobachtet und fördert die Schule die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder mit dem Ziel, gemeinsam mit den Erziehungsberechtigten die Entscheidung über die Eignung für die gewählte Schulform sicherer zu machen.

Innerhalb der Erprobungsstufe gehen die Schülerinnen und Schüler ohne Versetzung von der Klasse 5 in die Klasse 6 über. Am Ende der Klasse 6 entscheidet die Versetzungskonferenz mit der Versetzung der Schülerinnen und Schüler in die Klasse 7 auch über deren Eignung für den weiteren Besuch der Realschule. Werden sie endgültig nicht in die Klasse 7 der Realschule versetzt, wechseln sie in eine andere Schulform.

Stellt die Versetzungskonferenz gegen Ende der Erprobungsstufe fest, dass die Schulform gewechselt werden sollte, wird den Erziehungsberechtigten eine entsprechende Empfehlung spätestens sechs Wochen vor Schuljahresende schriftlich mitgeteilt und gleichzeitig ein Beratungsgespräch angeboten. Die Schulleitung unterstützt die Eltern beim Wechsel des Kindes in die empfohlene Schulform.

www.schulministerium.de

Aufnahmeverfahren

Die Schulleitung der Realschule führt mit den Erziehungsberechtigten ein Aufnahmegespräch. Bei der Anmeldung zur Realschule ist das Gutachten der Grundschule vorzulegen; die Empfehlung „Realschule" soll ausgesprochen sein. In der Regel wird ein mindestens befriedigender Leistungsstand in den Hauptfächern vorausgesetzt; in begründeten Fälle kann davon allerdings abgesehen werden.

Beim Aufnahmegespräch darf Ihr Kind zwei bis drei andere Kinder angeben, mit denen es zusammen in eine Klasse möchte. Wenn Ihr Kind dann ebenfalls von den anderen Kindern angegeben wird, werden diese Wünsche bei der Klassenzusammensetzung in der Regel berücksichtigt.

Zwischen den Erziehungsberechtigten und dem Schulträger wird ein Schulvertrag geschlossen. Die Realschule wird seit dem Schuljahr 2003/2004 dreizügig geführt.

Unterrichtsfächer

Liebe Viertklässlerin, lieber Viertklässler,

du möchtest zu uns in die KvG Realschule kommen? Dann kannst du dich hier schon mal über die Organisation des Unterrichts informieren:

Fach Anzahl der Stunden
Deutsch 4
Mathe 4
Englisch 4
Physik 2
Biologie 2
Erdkunde 2
Sport 2
Kunst 2
Musik 2
Religion 2
Soziales Lernen 1
Plus-Unterricht in den Hauptfächern 1

In der Erprobungsstufe lernst du bereits viele neue Fächer kennen: in der Biologie beschäftigst du dich mit den Lebewesen, in der Physik mit der Beschreibung und dem Messen von Naturerscheinungen und in dem Fach Erdkunde, z.B. mit den Vorgängen an der Erdoberfläche. Außerdem beschäftigst du dich in einer Stunde mit dem Sozialen Lernen, hier geht es beispielsweise um die Entwicklung deiner Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit. Außerdem gibt es eine weitere Stunde Unterricht in den Hauptfächern. In Englisch Plus, Mathe Plus und in Deutsch Plus erhältst du Unterstützung bei Lernschwierigkeiten oder wirst besonders gefordert, wenn du schon gut bist.

So könnte also demnächst dein Stundenplan aussehen:

Std. Zeit Mo Di Mi Do Fr
1.-2. 08:00 – 09:30 Deutsch Mathe Erdkunde Englisch Mathe
3.-4. 09:55 – 11:25 Englisch Biologie Physik Deutsch Soziales Lernen
5.-6. 11:50 – 13:20 Musik Deutsch Plus Sport Kunst Religion

Wie du siehst, unterrichten wir alle Fächer in Doppelstunden. Das hat die Vorteile, dass du nur drei Fächer am Tag hast, es in unserem Schulgebäude immer ruhig uns stressfrei zugeht, da die Räume ja nur selten gewechselt werden, und dass deine Schultonne nicht so schwer ist.

Unterrichtliche und außerunterrichtliche Veranstaltungen

In der Erprobungsstufe gibt es über den „normalen" Unterricht hinaus einige Projekte und Aktivitäten, die dich bestimmt interessieren:

  • Gemeinderallye
  • Klassenfahrt
  • Lesewettbewerb
  • Hilfsaktionen zur Fastenzeit und zum Advent
  • Drei Tage lang Unterricht im Wald hast du in der Naturwoche. Hier bleiben die Bücher und Hefte zu Hause und du beschäftigst dich mit Themen rund um die Natur.
  • darüber hinaus Projekttage, Schulfeste, Sportfeste etc.
  • Für die Leseratten unter euch haben wir natürlich auch eine Schülerbücherei, in der du kostenlos Bücher ausleihen kannst.

Seit dem Schuljahr 2009/2010 starten die neuen Fünftklässler mit einer Einführungswoche, die im Wesentlichen die KlassenlehrerInnen gestalten. In dieser ersten Woche werden grundsätzliche Methoden besprochen, die für alle Fächer gleichermaßen gelten, z. B. wie mache ich meine Hausaufgaben, wie bereite ich mich auf Klassenarbeiten vor, wie schaffe ich es, mich auch in stressigen Situationen zu entspannen usw.

Häufig gestellte Fragen der Eltern

Kann ein Jahr der Erprobungsstufe wiederholt werden?

Die Verweildauer in der Erprobungsstufe, d. h. in den Klassen 5 und 6, beträgt höchstens drei Jahre. Die Klasse 5 der Erprobungsstufe kann einmal freiwillig wiederholt werden. Die Klasse 6 der Erprobungsstufe kann bei Nichtversetzung wiederholt werden, wenn die 3-jährige Höchstdauer der Ausbildung in der Erprobungsstufe noch nicht ausgeschöpft ist und die Versetzungskonferenz feststellt, dass auf Grund der Gesamtentwicklung danach die Versetzung erreicht werden kann.

Auf welche Schule muss mein Kind, wenn es am Ende der Erprobungsstufe nicht in die Klasse 7 versetzt wird?

Nicht versetzte Schülerinnen und Schüler der Realschule gehen in die Klasse 7 der Hauptschule über.

Bei freien Kapazitäten auf der Gesamtschule kann grundsätzlich auch ein Wechsel in die Klasse 7 der Gesamtschule in Betracht kommen.

Wer entscheidet am Ende der Erprobungsstufe, welche Schulform besucht werden soll/muss?

Hier gibt es zwei Fallgruppen:

  • versetzte Schülerinnen und Schüler
  • nicht versetzte Schülerinnen und Schüler, die die Klasse 6 der zuletzt besuchten Schulform nicht wiederholen können.

Versetzten Schülerinnen und Schülern der Realschule kann die Versetzungskonferenz den Übergang in die Klasse 7 des Gymnasiums empfehlen. Über den empfohlenen Schulformwechsel entscheiden die Eltern.

Nicht versetzte Schülerinnen und Schüler der Realschule, die die Klasse 6 dort nicht wiederholen können, gehen in die Klasse 7 der Hauptschule über.

In allen Fällen ist grundsätzlich auch ein Wechsel zur Gesamtschule möglich. Voraussetzung ist jedoch, dass an der Gesamtschule ein Platz frei ist.

(Diese und weitere Informationen können Sie der Homepage des Schulministeriums NRW entnehmen: http://www.schulministerium.nrw.de)

Häufig gestellte Fragen der Schülerinnen und Schüler

Was mache ich, wenn ich ein Problem habe?

Viele Dinge kannst du sicherlich mit deinen Mitschülerinnen und Mitschülern besprechen; ihr habt ja auch eine Klassensprecherin oder einen Klassensprecher. Weiterhin hat deine Klasse zwei Paten, die schon länger an der Schule sind und sich gut auskennen. Auch dein Klassenlehrer nimmt sich Zeit für dich.

Wenn du dich nicht wohl fühlst oder gerne eine besondere Beratung hättest, kannst du dich mit unseren Beratungslehrern, Frau Schröder oder Herrn Clement, treffen. Außerdem kannst du dich an die 2. Konrektorin, Frau Oltmann, wenden, die sich besonders um die Kinder der Erprobungsstufe kümmert.

Was uns sonst noch wichtig ist!

Wenn du zum ersten Mal durch unsere Schule gehst, wirst du feststellen, dass hier eine sehr freundliche Atmosphäre herrscht. Wir tun viel dafür, dass es so bleibt, so gibt es an unserer Schule z.B. Streitschlichter, das sind Schülerinnen und Schüler, die dir gerne dabei helfen, Streitigkeiten mit anderen Schülern zu lösen. Außerdem haben sich einige Schülerinnen und Schüler als Buspaten ausbilden lassen, diese sorgen dafür, dass du sicher in deinen Schulbus einsteigen kannst.

Alle Klassenräume des Jahrgangs 5 sind mit einem Beamer, einem Computer und einer Dokumentenkamera ausgestattet. In allen Fachräumen (Biologie, Physik, Chemie) befindet sich eine interaktive Tafel. Außerdem haben wir drei Computerräume, die regelmäßig für Unterrichtszwecke genutzt werden.