Staatlich genehmigte private Realschule

des Vereins der Schulfreunde e.V.

Große Straße 38

49497 Mettingen

Telefon: 05452/9171-30

Telefax: 05452/9171-29

E-Mail: real-mettingen@kvg-schulen.de


Dezember 2017

Schulprogramm der Kardinal-von-Galen-Schule

Inhalt

Die Kardinal-von-Galen-Schule in Mettingen

Kardinal von Galen. Ein mutiger Christ in dunkler Zeit - Vorbild für uns

Christliche Schule

Ökumene

Praktische Umsetzung „christliche Schule im Alltag“

Ein kleiner Leitfaden für das Verhalten bei Schulgottesdiensten

Beratung an den KvG-Schulen - Gemeinsam Lösungen finden

Kinderschutzkonzept der Kardinal-von-Galen-Schulen (Child Protection Policy, CPP)

Das Beratungskonzept

Gesundheitserziehung

SchmExperten – Schmecken – Experimentieren – Experten werden

Check it – Drogenprävention

Skifahren für jedermann

Auf ins Freie - Natur und Wildnis erleben, zur Mitte finden

Projekt Liebesleben

Arbeitsgemeinschaft „Digitale Experten“

Berufswahlvorbereitung

Der Arbeitskreis Mettinger Brücke

Die achte Jahrgangsstufe

Der Berufswahlpass

Eine individuelle Potenzialanalyse

Berufsfelderkundungstage

Vorbereitung auf die neunte Jahrgangsstufe

Die neunte Jahrgangsstufe

Vorbereitung im Deutschunterricht

Informationsveranstaltungen

Das Schülerbetriebspraktikum

Berufsinformationszentrum (BIZ) als Veranstaltung in der Schule

Das Azubi-Speed-Dating

Zusätzliche individuelle Beratungsgespräche

Zehnte Jahrgangsstufe

Kommunikations- und Assessment-Center

Zusätzliche individuelle Beratungsgespräche

Anmeldung an weiterführende Schulen

Verkehrserziehung

Medienerziehung

Fördern und Fordern

Plus-Unterricht in Klasse 5

Methodenkonzept

Differenzierung in den Klassen 7 bis 10

Individuelle Förderung

Leseförderung

Informationen zur Big Band

Soziales Lernen

Fahrtenprogramm / Klassenfahrten

Einführungswoche Klasse 5

Projekt „Wir sind Klasse!“

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Miteinander leben und arbeiten

Schüleraustausch

Auschwitzfahrt

Berlinfahrt des SoWi-Kurses der Jahrgangsstufe 9

Die Kardinal-von-Galen-Schule in Mettingen

Die Entstehung einer weiterführenden Schule in Mettingen führt in den Anfang des 19. Jahrhunderts zurück.

Hervorgegangen aus der "Französischen Schule", wurde sie 1861 als Handels- und Gewerbeschule eingerichtet und am 17. März 1862 genehmigt. Die Unterrichtsziele waren auf die Ausbildung und den Beruf des Kaufmanns ausgerichtet. 1866 entstand daraus die Mettinger Rektoratschule, deren Besuch einen nahtlosen Übergang zum Gymnasium Carolinum in Osnabrück ermöglichte. Im Jahre 1938 erfolgte die Umwandlung der Rektoratschule in eine Mittelschule. Nach den Kriegswirren wurde sie 1946 als private katholische Jungenschule wiedereröffnet und 1950 als Mittelschule staatlich anerkannt.

Im gleichen Jahr wurde mit dem Amtsgymnasium in Ibbenbüren eine Vereinbarung getroffen, nach der qualifizierte Schülerinnen und Schüler aus Mettingen dorthin überwechseln konnten. Diese Ausrichtung auf die Möglichkeit zum Abitur bestand bis in die sechziger Jahre. 1966 erfolgte die Gründung eines eigenständigen privaten neusprachlichen Gymnasiums. 1972 kam es zum Bau eines Schulzentrums, das seitdem Realschule und Gymnasium unter einem Dach vereint.

Im Jahre 1973 erfolgte die Zusammenlegung der privaten 1917 gegründeten Agatha-Realschule für Mädchen mit der Kardinal-von-Galen-Realschule. Um den gestiegenen Schülerzahlen gerecht zu werden, entschloss sich der Schulträger zu einer ergänzenden Baumaßnahme, die im Frühjahr 1996 fertiggestellt wurde.

Die Kardinal-von-Galen-Schule in Mettingen ist eine staatlich genehmigte private christliche Schule in freier Trägerschaft des Vereins der Schulfreunde Mettingen e.V. Sie ist den öffentlichen Schulen gleichwertig. Daher haben Zeugnisse und Versetzungen dieselbe Geltung und verleihen die gleichen Schulabschlüsse und Berechtigungen.

Die Schule bietet den Schülern aus Mettingen und Umgebung eine frei zu wählende Bildungs- und Erziehungsstätte.

Für Realschüler mit qualifiziertem Abschluss bietet sich der Übergang zum Kardinal-von-Galen-Gymnasium an. Gemeinsame Feiern, Gottesdienste, Konzerte, Theateraufführungen und Sportveranstaltungen gehören zu den prägenden Grundlagen der Erziehungs- und Bildungsarbeit der Kardinal-von-Galen-Schulen. Das Programm der beiden Schulen ist in einer eigenen Schulordnung niedergelegt. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage im Internet: www.kvg-mettingen.de/Realschule/

Kardinal von Galen. Ein mutiger Christ in dunkler Zeit - Vorbild für uns

Clemens August Kardinal Graf von Galen (* 16. März 1878 in Dinklage,† 22. März 1946 in Münster) war ein deutscher Bischof und Kardinal. Er war von 1933 bis 1946 Bischof von Münster. Bekannt wurde er unter anderem durch sein öffentliches Auftreten gegen die Tötung so genannten „lebensunwerten Lebens“ während des Dritten Reichs. Er wurde 1946 zum Kardinal erhoben und 2005 seliggesprochen.

Alle zwei Jahre wird an der Realschule ein dem Alter der Schülerinnen und Schüler entsprechender Projekttag zum Namensgeber der Schule gestaltet, um an ihn zu erinnern.

Ziel unseres Projekttages ist es, einerseits Informationen über den Namenspatron unserer Schule zu vermitteln. Andererseits geht es darum, den Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, dass von Galen kein Held von Anfang an war. Er war ein ganz normaler Mensch, der aus der Kraft des Glaubens den Mut schöpfte, in schweren Zeiten seinen eigenen Weg zu gehen und – trotz Gefahr an Leib und Leben – Stellung zu beziehen.

In diesem Sinne ist Kardinal von Galen ein Vorbild für uns. Auch wir sind aufgefordert, in besonderen Situationen über uns hinauszuwachsen und Partei für die Schwachen zu ergreifen. Durch die Beschäftigung mit der Person von Galen sollen unsere Schülerinnen und Schüler eigene Einstellungen und Haltungen überprüfen und Verantwortung als Christen in Gegenwart und Zukunft wahrnehmen können.

Christliche Schule

Eine christliche Schule zu sein heißt, christliche Grundwerte zu leben.

Als Voraussetzung sehen wir:

„Ehrfurcht vor dem Leben“ (Begriff nach Albert Schweitzer)

„Mensch sein unter Menschen“

Darunter verstehen wir insbesondere:

  • Achtung und Respekt vor dem Leben im Allgemeinen

  • Achtung vor dem Anderen und das Annehmen seiner Stärken und Schwächen

  • Achtung und Bewahrung der Schöpfung

Daraus ergeben sich folgende Schwerpunkte der Werteerziehung in unserer Schule:

  1. Jeder Einzelne muss die Bereitschaft mitbringen, seine Begabungen zu erkennen und er muss sich verpflichtet fühlen, sie zu entfalten und verantwortungsvoll für sich und das Gemeinwohl einzusetzen. Diesen Weg will die Schule durch Fördern und Fordern begleiten.

  2. Für ein gutes Miteinander in der Schule und im Leben sind Aufrichtigkeit, Fairness, Zuverlässigkeit, Toleranz, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft wesentliche Voraussetzungen, die in der Schule vorgelebt und eingefordert werden müssen. Konflikte sollen gewaltfrei und mit der Bereitschaft zum Kompromiss beigelegt werden.

  3. Die Förderung unabhängigen Denkens soll zur Eigenverantwortung führen und ermutigen, für die Wahrheit einzutreten. Zu politischen kontroversen Themen (Kriege, Gentechnologie) beziehen wir Position aus ethisch-christlicher Sicht und treten mit den Schülerinnen und Schülern in eine offene Auseinandersetzung und benennen den eigenen Standpunkt.

  4. Die Entwicklung des Gerechtigkeitssinnes soll die Augen für die Menschen in Not öffnen und Mitgefühl und die Bereitschaft zu teilen, wecken.

  5. Wir wollen zu einer Haltung erziehen, die die Bewahrung der Schöpfung sowie die Wertschätzung der Leistung und des Eigentums anderer (bzw. der Gemeinschaft) beinhaltet. Die Verwirklichung dieser Schwerpunkte im Schulleben möchten wir durch unsere Vorbildfunktion im Umgang mit unseren Schülerinnen und Schülern erreichen.

Alle Lehrerinnen und Lehrer, vor allem aber die Klassenleitungen, insbesondere die Beratungslehrerinnen und -lehrer (vgl. Punkt: Beratungstätigkeit) sowie der Schulseelsorger verstehen sich als Ansprechpartner für die Sorgen und Probleme. Dabei ist ebenso wie bei Lernschwierigkeiten eine intensive Zusammenarbeit zwischen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern unerlässlich.

Ökumene

An einer christlichen Schule, die in überwiegender Mehrheit von Katholiken und Protestanten, aber auch von Mitgliedern anderer Weltreligionen besucht wird, hat Ökumene einen hohen Stellenwert. Wir verstehen sie als Aufforderung, den Schulalltag in seiner gesamten Vielfalt gemeinsam zu gestalten und das nicht nur bei besonderen Gelegenheiten, sondern während des gesamten Schuljahres.

Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, durch Gespräche und Aktionen Vorurteile und Misstrauen gegenüber anderen Glaubensrichtungen abzubauen.

Zu solchen gemeinsamen Aktionen an unserer Schule gehören unter anderem:

  • Morgenbesinnung und gemeinsames Gebet

  • Regelmäßige ökumenische Gottesdienste

  • Kennenlerntag in der Klasse 5

  • Rallye durch die Kirchengemeinden in der Klasse 5

  • Tage religiöser Orientierung in der Klasse 10

Die Durchführung dieser und weiterer Aktionen entspricht unserem Auftrag, christliche Grundwerte zu vermitteln. Eine so verstandene Ökumene ist eine stetige Herausforderung. Deshalb beschränkt sich ökumenisches Handeln für uns nicht nur auf das Fach Religion, sondern umfasst den gesamten Schulalltag.

Praktische Umsetzung „christliche Schule im Alltag“

Folgende praktische Umsetzungen dienen der Vermittlung der oben genannten christlichen Werte:

  1. Das Kreuz in den Klassenräumen ist ein Zeichen des christlichen Bekenntnisses. Ebenfalls ist es das Zeichen dafür, dass die Kardinal-von-Galen-Realschule eine christliche Schule ist.

  2. Die Schulgottesdienste dienen als gemeinsame Feier und werden von den Schülerinnen und Schülern unter Anleitung einer Lehrkraft aktiv mitgestaltet.
    Jeder Jahrgang gestaltet einmal pro Halbjahr einen Gottesdienst für die eigene Stufe.

Zu folgende Anlässen werden Gottesdienste mit der gesamten Schulgemeinschaft gefeiert:

  • Schuljahresbeginn

  • Advent

  • Fasten/Passionszeit

  • Schuljahresabschlussgottesdienst

  1. Die tägliche Morgenbesinnung, in Form eines Gebetes, Liedes oder einer Geschichte, dient als Denkanstoß und als religiöser Einstieg in den Tag.

  2. Die „Tage religiöser Orientierung“ und „Kennenlerntage“ bieten unter anderem die Möglichkeit, sich außerhalb der Schule mit der eigenen Persönlichkeit sowie mit dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen.

  3. Die alljährlich gewählte Schülervertretung setzt sich für die Belange aller Schülerinnen und Schüler der KvG-Realschule ein und steht ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem ist es der SV ein Anliegen, nicht ausschließlich schulintern zu helfen, sondern auch über den Tellerrand hinauszublicken. Aus diesem Grunde werden in jedem Schuljahr Spendenaktionen während der Advents- und Fastenzeit durchgeführt, deren Erlöse wohltätigen Zwecken zu Gute kommen.
    Derzeit wird während der Adventszeit der Verein „Herzenswünsche“ aus Münster unterstützt, der sich mit den Anliegen schwerkranker Kinder befasst.
    Der Erlös der Fastenzeitspendenaktion wird verschiedenen Projekten gespendet, beispielsweise dem Tierschutzbund.

Tage religiöser Orientierung“

Bei den „Tagen religiöser Orientierung“ wird den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 ein Freiraum geboten, sich außerhalb des Schulalltags zusammen mit den Mitschülerinnen und Mitschülern Fragen der eigenen Lebensorientierung und Sinnfindung zur Sprache zu bringen. Im Mittelpunkt stehen Themen aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler (z.B. Zukunft, Liebe, Sucht, o.Ä.).

Kennenlerntage“

Einmal jährlich wird ein Kennenlerntag in Klasse 5 (im Pfarrheim der St. Agatha-Kirche) durchgeführt. Dieser Tag wird von Markus Mäurer, dem Schulseelsorger der Kardinal-von-Galen-Schulen, vorbereitet.

Auf dem Programm stehen Gruppenaktionen verschiedenster Art: Spiele, Meditation, Phantasiereise, Kissenschlacht, usw. Den Schülerinnen und Schülern soll das Programm erste Möglichkeiten bieten, mehr über einander zu erfahren, Freundschaften zu schließen, zu einer Klassengemeinschaft heranzuwachsen und auch die Klassenleitung außerhalb von Schule persönlicher kennen zu lernen.

Gemeinderallye“

Durch die „Gemeinderallye“ können die Schülerinnen und Schüler die kirchlichen Gebäude und Einrichtungen in Mettingen und die dort tätigen Menschen persönlich kennen lernen. “Wie heißt die evangelische Kirche?“ oder „Wer war die Heilige Agatha?“ sind Fragen, die bei der Gemeinderallye in der Klasse 5 beantwortet werden.

Einen Vormittag stellen sich die Geistlichen der evangelischen und katholischen Kirche den neugierigen Fragen der Schülerinnen und Schüler. Auf diese Weise lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur beide Gotteshäuser kennen, sondern dürfen auch hinter die Kulissen schauen und z. B. Orgel spielen oder den Altarraum unter die Lupe nehmen.

Abgerundet wird der Vormittag durch ein gemeinsames Frühstück und eine Rallye in Klein-gruppen durch den Ortskern von Mettingen.

Bei allen durchgeführten Aktionen stehen folgende (christliche) Werte im Mittelpunkt:

  • Nächstenliebe

  • Ehrlichkeit

  • Toleranz

  • Höflichkeit

  • Zuverlässigkeit

  • Offenheit

Ein kleiner Leitfaden für das Verhalten bei Schulgottesdiensten

Die Würde des Raumes

Die Kirche hat als Gotteshaus eine eigene Würde. Mit dieser Würde ist Kaugummikauen und Bonbonlutschen nicht zu vereinbaren. Zu dieser Würde gehört es, die Kappen/Mützen beim Betreten der Kirche abzunehmen und erst beim Verlassen wieder aufzusetzen.

Schweigen

Das Schweigen in der Kirche ist ein Zeichen des Respekts und der Achtung. Es ist nicht nur Achtung und Rücksichtnahme auf die, die sich in diesem Raum konzentrieren und die in diesem Raum beten wollen. Es ist Zeichen der grundsätzlichen Achtung vor Gott. Daher ist es selbstverständlich, sich in der Kirche ruhig zu verhalten und nicht zu rennen, zu schubsen oder zu drängeln.

Innehalten

Die Kirche ist ein Ort des Innenhaltens. Wir erwarten von jeder Schülerin und jedem Schüler, dass sie/er dem Gottesdienst mit entsprechender Aufmerksamkeit folgt und in dieser Zeit keine Gespräche mit Mitschülerinnen und Mitschüler führt.

Singen

Auch das Singen gehört zur Feier des Gottesdienstes. Daher möchten wir euch einladen, nach besten Kräften mitzusingen. Beim Verlassen der Kirche ist es selbstverständlich, die Liederbücher an den dafür vorgesehenen Ort ordentlich zurückzulegen.

Wenn sich alle an die Grundregeln halten, wird es uns gelingen, die Gottesdienste so zu erfahren, wie es der Botschaft Jesu entspricht!

Beratung an den KvG-Schulen - Gemeinsam Lösungen finden

Kinderschutzkonzept der Kardinal-von-Galen-Schulen (Child Protection Policy, CPP)

Schulleitungen und Kollegien der KvG Schulen sehen sich in der Verpflichtung, das Kinderschutzkonzept der Kardinal-von-Galen Schulen umzusetzen.

Das Kinderschutzkonzept der Kardinal-von-Galen Schulen ruht auf drei Säulen:

  1. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Artikel 1

  1. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

  1. Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen

Artikel 6

Kinder und Jugendliche

  1. Jedes Kind hat ein Recht auf Achtung seiner Würde als eigenständige Persönlichkeit und auf besonderen Schutz von Staat und Gesellschaft.

  2. Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Entwicklung und Entfaltung ihrer Persönlichkeit, auf gewaltfreie Erziehung und den Schutz vor Gewalt, Vernachlässigung und Ausbeutung. Staat und Gesellschaft schützen sie vor Gefahren für ihr körperliches, geistiges und seelisches Wohl. Sie achten und sichern ihre Rechte, tragen für altersgerechte Lebensbedingungen Sorge und fördern sie nach ihren Anlagen und Fähigkeiten.

  1. Kinderrechte der UN-Kinderrechtskonvention

Diese Konvention hält fest, dass alle Personen unter 18 Jahren als Kinder definiert werden. Es wird erklärt, dass allen Kindern alle Menschenrechte zustehen.

  1. Christliches Menschenbild

Nach christlichem Verständnis ist der Mensch ein Geschöpf und Abbild Gottes. Daraus leitet sich seine Würde und die Unverletzlichkeit seines Lebens ab. Als Prämissen sehen wir:

  1. Ehrfurcht vor dem Leben,

  2. Mensch sein unter Menschen

Die Forderungen, die sich aus diesen Vorgaben ergeben, setzen wir wie folgt um:

Gesetzliche und Grundlagen

  1. Schulgesetz § 42

Allgemeine Rechte und Pflichten aus dem Schulverhältnis

Die Sorge für das Wohl der Schülerinnen und Schüler erfordert es, jedem Anschein von

Vernachlässigung oder Misshandlung nachzugehen. Die Schule entscheidet rechtzeitig über die Einbeziehung des Jugendamtes oder anderer Stellen.

  1. Ersatzschulverordnung

Die Ersatzschulverordnung sieht vor, dass auch die privaten Ersatzschulen in Nordrhein-Westfalen bei der Einstellung von Lehrerinnen und Lehrern in den Schuldienst ein erweitertes Führungszeugnis verlangen.

Im Einzelnen ist vorgesehen:

  • Vorlage erweiterter Führungszeugnisse vor der Einstellung in den Ersatzschuldienst und beim Wechsel von Lehrerinnen und Lehrern zu einem anderen Ersatzschulträger,

  • Verpflichtung der Schulträger, die obere Schulaufsichtsbehörde über besondere Vorkommnisse zu unterrichten,

  • Informationsaustausch der oberen Schulaufsichtsbehörden beim Wechsel einer Lehrerin oder eines Lehrers zu einem anderen Ersatzschulträger.

Das Beratungskonzept

Beraten gehört neben Unterrichten und Erziehen zu den zentralen pädagogischen Aufgaben aller Lehrerinnen und Lehrer. In dieser Funktion werden wir Lehrer, das zeigen die Erfahrungen der letzten Jahre, in zunehmendem Maße gefordert. Diese Herausforderungen sind bedingt durch die veränderten Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen und die damit verbundenen zahlreichen Einflüsse, denen sie tagtäglich außerhalb von Schule ausgesetzt sind. Dadurch haben sich die Unterrichts- und Lernbedingungen verändert, sodass neben der schulischen Bildungsarbeit immer mehr an Erziehung und Beratung notwendig ist, damit die Schülerinnen und Schüler ihre individuelle Leistungsfähigkeit entfalten können und damit auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt werden.

Die Beratungslehrer

Die Beratungslehrer sind ausgebildete systemische Berater, die sich regelmäßig fortbilden, in engem Kontakt zu den Beratungslehrern anderer Schulen stehen und ebenso regelmäßig an der Supervision für Beratungslehrer aller weiterführenden Schulen durch die Schulpsychologische Beratungsstelle des Kreises Steinfurt und das Institut für Lehrerfortbildung Mülheim/Ruhr teilnehmen. Darüber hinaus bilden sie sich in Themen fort wie beispielsweise der Sexualpädagogik mit Schwerpunkten zu den Themen Grenzen - Grenzverletzungen - Sexuelle Gewalt im Kontext Schule. Als Multiplikatoren geben sie ihre Kenntnisse in den verschiedenen Bereichen weiter.

Engagiertes Handeln im Sinne der CPP für Opfer gegen Täter ist das Leitmotiv unseres Handelns.

Der systemische lösungsorientierte Ansatz in der Beratung

Wir gehen davon aus, dass es nie nur eine Ursache für Probleme und Konflikte im Schulalltag gibt. Vielmehr sind immer viele Faktoren aus den Bereichen Individuum, Familie, Schule und Gesellschaft mitbeteiligt, die sich gegenseitig verstärken und beeinflussen. Schulschwierigkeiten, egal ob im Verhalten, in der Leistung, im Lernen oder Erleben, sind Symptome, die mit der Zeit entstehen und auch veränderbar sind. Sie sind keine festen Persönlichkeitsmerkmale, sondern „kreative“ Lösungsversuche in belasteten Situationen. In der Beratung kommt man daher weiter, wenn man den Stärken und Fähigkeiten des Schülers nachgeht, sich an Lösungen und an der Zukunft orientiert. Schuldzuweisungen und Vorhaltungen von Fehlern führen nämlich oft in eine Sackgasse.

Weil Elternhaus und Schule die wichtigsten Bezugssysteme für das Kind und für den Jugendlichen sind, ist es zwingend notwendig, dass beide Institutionen um einen Konsens in Erziehungsfragen ringen.

Wesentliche Voraussetzungen für eine hilfreiche Beratungsarbeit sind dabei

  • die zugesicherte Vertraulichkeit aller Gesprächsinhalte,

  • die Freiwilligkeit der Teilnahme am Gespräch,

  • die Wahrung der Neutralität der Beratungslehrer.

Beratung an den Kardinal-von-Galen-Schulen

Unsere Arbeit an den KvG-Schulen zeichnet sich dadurch aus, dass wir neben der Individuellen Beratung für Schüler, Eltern und Kollegen bzw. Schulleitung, auch Konzeptionelle Beratung in immer wiederkehrenden Projekten, Vorträgen („Pflaster für die Seele“) und Fortbildungsangeboten durchführen. So können wir neben der Entwicklung von Handlungsstrategien und der Lösungsfindung in Einzelfällen auch umfassende Prävention und damit die Förderung der Resilienz in unserer Schule ermöglichen.

Darüber hinaus steigern wir unsere Professionalität durch die Vernetzung mit Organisationen vor Ort und mit kompetenten Referenten. Wir arbeiten zusammen mit

  • dem Kreisjugendamt

  • der Schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreises Steinfurt

  • Caritas und Diakonie

  • dem Bistum Münster

  • dem Evangelischen Kirchenkreis Tecklenburg

  • dem Kompetenzteam Kreis Steinfurt

  • der Arbeiterwohlfahrt

  • dem Arbeitskreis für soziale Bildung und Beratung

  • der Polizei.

Ebenso verfügen wir über Kontakte zu ortsansässigen Neurologen, Psychologen und Therapeuten.

Unsere wichtigste Aufgabe ist es, Beratungssuchende und Lerngruppen zu begleiten und dabei Perspektiven für sie zu entwickeln.

Individuelle Beratung

Jeder Schüler, alle Eltern und die Kollegen können die Beratung in Anspruch nehmen.

Schüler kommen zur Beratung, wenn

  • sie Schwierigkeiten beim Lernen haben

  • sich ihre Noten stark verschlechtert haben

  • sie sich nicht konzentrieren können

  • sie Probleme haben

  • mit sich selbst

  • mit Freunden

  • in der Familie

  • in der Klasse

  • sie einfach mit jemandem reden möchten

  • sie beobachten, dass es jemandem schlecht geht.

Eltern kommen zur Beratung, wenn

  • ihr Kind Schwierigkeiten beim Lernen hat

  • ihr Kind Verhaltensauffälligkeiten zeigt

  • sie Unterstützung bei familiären Problemen benötigen

  • ihr Kind von dauerhaften Problemen mit Mitschülern berichtet

  • wenn sie sich Sorgen um ihr Kind machen.

Kollegen beanspruchen die Beratung,

  • wenn Unterstützung bzw. Begleitung in der pädagogischen Arbeit mit Schülern oder einer ganzen Lerngruppe benötigt wird

  • bei Elterngesprächen.

Auffällig ist, dass der Beratungsbedarf aufgrund von psychischen Auffälligkeiten und Erkrankungen - wie beispielsweise das selbstverletzende Verhalten, Magersucht und Depression bzw. das Borderline-Sydrom - stark zugenommen hat.

Konzeptionelle Beratung

Wie eingangs schon erwähnt, wollen wir die Nachhaltigkeit unserer Arbeit durch immer wiederkehrende Veranstaltungen bzw. Projekte fördern.

Für das Kollegium ermöglichen wir Fortbildungsangebote an, beispielsweise

  • zur Lehrergesundheit

  • Kommunikationsberatung

  • kollegiale Fallberatung

  • zur Bewältigung von Mobbing („No Blame Approach“, „Mobbing Intervention“ nach Thomas Grüner und „Anti Bullying-Konzept“ nach Dan Olwens)

Für unsere Eltern bieten wir Vortrags- und Gesprächsabende („Pflaster für die Seele“) zu folgenden Themen an

  • Mobbing

  • Neue Medien

  • Pubertät

  • Suchterkrankungen

  • „Hausaufgaben ohne Streit“

  • Lernen begleiten.

Mit unseren Schülern bzw. Lerngruppen arbeiten wir in Projekten, die zum festen Bestandteil unseres Schullebens gehören, wie etwa

  • Soziales Lernen als Bestandteil des Stundenplans in Klasse 5

  • Erfolgreich Lernen (Methodentraining)

  • die Ausbildung zu „fitten Paten“ sowie Streitschlichtern und digitalen Experten

  • die Einführungen in „Richtig lernen – Ordnung halten“

  • „Klasse – wir sind ein (Lern-) Team“ in den 5. Klassen

  • „Wir sind Klasse – immer noch“ in den 7. Klassen

  • Projekt „Liebesleben“ in den 9. Klassen.

Hintergründe

Besonders in den 5. - 7. Klassen wollen wir in den o. g. Projekten „Wir sind Klasse“ mit den Schülern gemeinsam erarbeiten, dass gutes Lernen gemeinsames Lernen ist und deshalb jeder Schüler eine Verantwortung für die gute Zusammenarbeit und damit für ein gutes Klassenklima hat.

Wir möchten die Schüler motivieren, (weiterhin) gute Freundschaften in ihren Klassen zu pflegen, sich an ihre Klassenregeln zu halten und damit ein produktives Wohlfühlklima in ihren Klassen zu ermöglichen. Deshalb wenden wir uns ebenso präventiv wie auch aus konkretem Anlass dem Thema „Mobbing“ zu. Denn Zusammenarbeit ist nicht nur als Mitglied in einer (Klassen-) Gemeinschaft wichtig, sondern auch, weil in allen Fächern sogenannte kooperative Lernmethoden angewendet werden. In diesem Rahmen ist auch unser Beitritt zum Größten Schulnetzwerk in Deutschland „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu sehen. Dieses Projekt bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, aktiv an einem Schulklima mitzuwirken, indem sie sich bewusst (durch Unterschrift zu einer Selbstverpflichtung) gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt richten. Regelmäßige Projekte zu diesem Thema werden an unserer Schule durchgeführt.

Das Projekt „Liebesleben“ ist wichtiger Bestandteil des sexualpädagogischen Konzeptes unserer Schulen und wird mit externen Referenten durchgeführt.

Die Ausbildung motivierter Schüler zu „fitten Paten“ für die Klassen der Erprobungsstufe übernimmt der asbb (Arbeitskreis soziale Bildung und Beratung) aus Münster. Die Ausbildung zu Streitschlichtern übernehmen Kollegen mit einer Ausbildung zum Mediator. Die Ausbildung zu digitalen Experten (Schüler beraten Schüler hinsichtlich einer sicheren und legalen Nutzung digitaler Medien) wird von einem Kollegen übernommen, der dazu ein eigenes Konzept entworfen hat.

Das große Beratungsteam am KvG

Wir möchten nicht unerwähnt lassen, dass es nicht nur die Beratungslehrer sind, die konzeptionell arbeiten, sondern dass auch Angebote oder Veranstaltungen wie die Waldwoche in Klasse 5 (Bewahrung der Schöpfung), die Klassenfahrt auf eine Nordseeinsel in Kl. 6, die Tage religiöser Orientierung in Kl. 8 bzw. 10, der Projekttag „Widerstand durch mutige Christen“ in der Einführungsphase, Religiöse Schulwochen, die Fahrt nach Buchenwald, die Auschwitzfahrt, Projekttage zum Thema Alkohol und Drogen und das gesamte Feld der Berufsorientierung und –beratung, die Arbeit der SV-Lehrer, der Lerncoaches, der Koordinatioren und der Schulleitungen zum Beratungskonzept der Kardinal-von-Galen-Schulen gehören.

Gesundheitserziehung


Die Gesundheit aller am Schulleben teilnehmenden Menschen ist uns ein wichtiges Anliegen, weswegen wir das gesamte schulische Leben in den Blick nehmen und Strukturen schaffen, die allen Schülerinnen und Schülern sowie dem gesamten Personal einen guten und gesunden Unterrichtstag ermöglichen.

Dabei sind uns ein wertschätzendes soziales Miteinander im Sinne christlicher Werte, eine gesunde Ernährung und ein angemessener Medienkonsum besonders wichtig. Gesund lernt es sich besser und Gesundheit lernen ist eine zentrale Aufgabe allgemeinbildender Schulen, die wir aktiv annehmen. Gemeinsam mit außerschulischen Experten sichern wir zahlreiche Aktivitäten rund um den Oberbegriff „Gesundheit“. So klären Experten an Präventionstagen über die Gefahren von Drogen, Krankheiten und falscher Ernährung auf, aber auch die Gefahren des Medienkonsums werden nicht außer Acht gelassen. Des Weiteren bekommen interessierte Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich als Schulsanitäter ausbilden zu lassen.

Wir realisieren die Gesundheitsförderung an unserer Schule, indem:

  • wir Drogen, Sucht, Aids und Sexualität thematisieren,

  • bei auftretenden Problemen und Anfragen unsere Beratungs- und Vertrauenslehrerinnen und -lehrer tätig werden,

  • wir am Projekt „SchmExperten“ zum Thema gesunde Ernährung teilnehmen,

  • wir alljährlich Schulsanitäter ausbilden,

  • wir Sport als wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung großschreiben,

  • die Teilnahme an dem Raucherpräventionsprogramm „Be smart - don’t start“ ermöglicht wird,

  • Spielkisten als Pausenangebot zur Verfügung stehen,

  • geschulte Streitschlichter in problematischen Situationen vermitteln,

  • Soziales Lernen in Klasse 5 und 6 zur Förderung des Miteinanders im Lehrplan steht,

  • die Möglichkeit der täglichen Einnahme einer warmen Mahlzeit besteht.

Darüber hinaus liegt ein Schwerpunkt der Gesundheitsförderung in den nachfolgend dargestellten Projekten:

SchmExperten – Schmecken – Experimentieren – Experten werden

Unsere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 sollen SchmExperten werden. Ein Projekt zum Thema „Gesunde Ernährung“, das unsere Schule in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Landfrauenverband durchführt. Mit diesem praxisbetonten Vorhaben möchten wir als Schule das Interesse unserer Schülerinnen und Schüler an gesundheitsbewusstem Essen und Trinken fördern bzw. wecken. Inhaltlich geht es u.a. um die Ernährungspyramide, Lebensmittelkennzeichnung, Hygiene und Grundtechniken der Nahrungszubereitung.

Check it – Drogenprävention

In Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Tecklenburger Land e.V. führen wir dieses Projekt im Rahmen unserer Drogenprävention durch und erweitern unsere fachlichen Inhalte um einen wichtigen Baustein. Der Blick von außen auf die Schülerinnen und Schüler eröffnet die Möglichkeit einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem Thema Drogen. Es findet eine Orientierung am Erwartungshorizont der Schülerinnen und Schüler und eine Reflexion ihres eigenen Verhaltens statt.

Die emotionale Auseinandersetzung mit diesem Thema wird z. B. angeregt, indem Betroffene in die Schule kommen und ihre Lebensgeschichte erzählen. Auch die strafrechtlichen Konsequenzen des Drogenkonsums werden durch eine Präventionsfachkraft der Polizei erläutert.

Der Erfolg solcher Projekte wird durch die jährlich veröffentlichten Zahlen, z. B. durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestätigt, und wir als Schule möchten zu diesem Erfolg beitragen.

Skifahren für jedermann

Die Kardinal-von-Galen-Realschule bietet jedes Schuljahr eine freiwillige Ski-AG für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 an. In der Zeit bis zum Fahrtbeginn steht eine intensive Vorbereitung mit sportlichen Aktivitäten im Mittelpunkt. Diese beinhaltet insbesondere:

  • spielerisches Training der Koordination (mit Inlinern, Xlidern, Wave- oder Skateboards, evtl. auch mit Schlittschuhen), um das Skifahren schneller zu erlernen,

  • Skigymnastik,

  • Ausleihe des Skimaterials,

  • Ski- und Pistenregeln, Kennenlernen der Mitfahrerinnen und Mitfahrer.

Den Abschluss der AG bildet die Skifahrt, die seit mehreren Jahren im Skigebiet Zillertalarena in Österreich stattfindet.

Auf ins Freie - Natur und Wildnis erleben, zur Mitte finden

Die Waldwoche bietet die Möglichkeit unter Anleitung erfahrener Natur- und Wildnispädagogen in die Natur einzutauchen. Wer kann Spuren folgen, sich selbst auch unter widrigen Umständen versorgen oder das Verhalten der Vögel deuten? Viele hunderttausend Jahre lang gehörte dieses Wissen zum Allgemeingut.

Von klein auf gelebte Naturverbindung stellt eine wichtige Grundlage menschlicher Entwicklung und unseres Wohlbefindens dar. Auch wenn wir heute nicht mehr als Jäger und Sammler durch die Wälder ziehen, hilft sie uns dabei, unsere individuellen Potentiale zu entwickeln, um den Herausforderungen unserer Zeit begegnen zu können. Die Natur- und Wildnispädagogik bietet pädagogische Wege, die Vertrauen, Respekt, Dankbarkeit, Eigenverantwortlichkeit und Gemeinschaft fördern. Die Natur ist dabei die wichtigste Lehrmeisterin. Wir begegnen Tieren, Pflanzen, der Landschaft, den Elementen und einander auf eine neue Art.

Projekt Liebesleben

Das Projekt Liebesleben ist eine Kooperation der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Einrichtung Jugendarbeit und Sexualpädagogik, mit der Schwangerschaftskonfliktberatung des Kreises Steinfurt und dem Deutschen Kinderschutzbund in Rheine. Die Kooperationspartnerinnen und -partner arbeiten präventiv und beratend, um Jugendliche in ihrer sexuellen Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen.

Die Aufklärungs- und Präventionsveranstaltungen des Projektes Liebesleben thematisieren zeitgemäß und ganzheitlich die Beziehungsaspekte, die Lebensstile, die Lebenssituationen, die unterschiedlichen Werthaltungen und die ethischen Aspekte von Sexualität junger Menschen.

Dies geschieht, indem Jugendlichen einfühlsam und fachkundig Fakten zur Sexualität vermittelt werden, die über ein rein biologisches Wissen hinausgehen. Bei der Themenwahl stehen die individuellen Fragen der Kinder und Jugendlichen rund um Sexualität im Vordergrund.

Arbeitsgemeinschaft „Digitale Experten“

Im Rahmen des sich seit Jahren immer weiter entwickelnden technischen Fortschritts steigt auch die technische Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit Smartphones, Tablets und sonstigen digitalen Geräten. Mögliche Online-Sucht, stundenlanges Spielen am Bildschirm, die ständige Erreichbarkeit durch Messenger-Dienste wie WhatsApp, Snapchat o.Ä. können im Einzelfall dafür sorgen, dass manche Schülerinnen und Schüler stundenlangem Stress ausgesetzt werden. Damit zusammenhängend ergeben sich natürlich gesundheitliche Probleme bei den betroffenen Schülerinnen und Schülern, die auch im Rahmen der neu geschaffenen AG „Digitale Experten“ behandelt werden.

Berufswahlvorbereitung

Die Berufsfindung ist eine zentrale Aufgabenstellung in der Realschule. Die Schülerinnen und Schüler werden gezielt auf dem Weg der Berufsentscheidung vom Berufswahlkoordinator der Realschule und einer Berufsberaterin bzw. einem Berufsberater der Agentur für Arbeit ab der achten Jahrgangsstufe durch verschiedene Maßnahmen unterstützt.

Der Arbeitskreis Mettinger Brücke

Die Kardinal-von-Galen-Realschule ist Mitglied in der Mettinger Brücke. Diese arbeitet mit regionalen Firmen zusammen, um den Schülerinnen und Schülern möglichst viele Berufsfelder näherzubringen. Gleichzeitig haben die Firmen die Möglichkeit, potentielle Auszubildende zu finden. In vielen gemeinsamen Aktionen, die in der Schule oder den Betrieben stattfinden, können die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Berufe auch in praktischen Tätigkeiten kennen lernen.

Die achte Jahrgangsstufe

Der Berufswahlpass

Der Berufswahlpass als begleitendes Informations- und Arbeitshandbuch von Klasse 8-10 wird als unterrichtsbegleitendes Medium eingeführt. Die berufsbegleitenden Unterlagen werden in verschieden Unterrichtsfächern und zuhause in Eigenleistung bearbeitet.

Eine individuelle Potenzialanalyse

In der Jahrgangsstufe 8 startet die Berufswahlvorbereitung mit der individuellen Potenzialanalyse. Dabei erhalten alle Schülerinnen und Schüler als Ergebnis Informationen über mögliche Berufsfelder, die aufgrund der aktuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten für das jeweilige Kind eine zukünftige Berufswahl erleichtern können. Ziel ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler den eigenen Interessen, Neigungen und Möglichkeiten bewusster werden und diese weiterentwickeln können.

Die aktuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten werden durch einen externen Anbieter mithilfe eines standardisierten Testverfahrens durch Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler und Fremdeinschätzung des Anbieters ermittelt. Selbstverständlich sind die Testergebnisse ausschließlich als Hilfestellung bei der Berufswahl zu verstehen und sollen Möglichkeiten aufzeigen. So kann die Potenzialanalyse ein wichtiger Schritt in Richtung Berufsorientierung und Berufswahl sein.

Berufsfelderkundungstage

  1. Das Projekt Girls’ Day / Boys’ Day

Das Projekt Girls’ Day / Boys’ Day bietet Schülerinnen und Schülern einen grundsätzlichen Einblick in Berufsfelder, die Mädchen und Jungen im Prozess der Berufsorientierung eventuell selten in Betracht ziehen.

  1. Berufserkundungsparcours

Die Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Jahrgangsstufe müssen sich ausführlich über ihre beruflichen Möglichkeiten informieren. Internetrecherchen reichen hier nicht aus, um Berufsfelder oder Ausbildungsberufe kennen zu lernen. Eine gute Methode ist der direkte Kontakt zu den Firmen. Einmal im Jahr findet z.B. im Rahmen des Arbeitskreises „Mettinger Brücke“ ein Berufserkundungsparcours statt. Auf einem lokalen Firmengelände wird mit viel Engagement ein Stationenlauf aufgebaut. Dort präsentieren sich viele Firmen, die Mitglied der Mettinger Brücke sind. Die Schülerinnen und Schüler bekommen auf diese Weise die Chance, das jeweilige Berufsfeld durch praktische Mitarbeit kennen zu lernen und erste Kontakte zu den Ausbildern sowie den Auszubildenden herzustellen.

Vorbereitung auf die neunte Jahrgangsstufe

Als Vorbereitung auf die neunte Jahrgangsstufe findet im Herbst eines jeden Jahres durch den Berufswahlkoordinator eine ausführliche Informationsveranstaltung für jede Klasse zum Ablauf des Schülerbetriebspraktikums in Klasse 9 statt. Die Schülerinnen und Schüler suchen sich selbstständig einen Praktikumsplatz.

Die neunte Jahrgangsstufe

Vorbereitung im Deutschunterricht

Im Deutschunterricht lernen die Schülerinnen und Schüler die genaue Anfertigung und das Layout von Bewerbungsunterlagen. Hierbei liegt der Fokus nicht nur in der schriftlichen Korrektheit der einzelnen Dokumente (Deckblatt, Anschreiben und Lebenslauf), sondern auch in der Gestaltung.

Informationsveranstaltungen

Durch eine Vertreterin bzw. einen Vertreter der Agentur für Arbeit wird in einer Abendveranstaltung im zweiten Halbjahr den Eltern ausführlich der gesamte Ablauf eines Bewerbungsverfahrens für einen Ausbildungsberuf - auch im öffentlichen Dienst - vorgestellt. Hierbei werden u.a. die Bewerbungszeiträume erläutert.

Im Zeitraum des Halbjahreszeugnisses wird durch externe Referenten unserer Kooperationspartner ein Bewerbungstraining in den Klassen durchgeführt. In dieser Veranstaltung lernen die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen, z. B. in einem Rollenspiel, wie Bewerbungsgespräche geführt werden. Unter anderem erhalten alle Teilnehmer eine Checkliste der wichtigsten Verhaltensregeln in einem Firmenbewerbungsgespräch.

Das Schülerbetriebspraktikum

Vor den Herbstferien durchlaufen alle Schülerinnen und Schüler das dreiwöchige Schülerbetriebspraktikum.

Berufsinformationszentrum (BIZ) als Veranstaltung in der Schule

Durch eine Vertreterin bzw. einen Vertreter der Agentur für Arbeit bekommen die Schülerinnen und Schüler in einer computerunterstützten Informationsveranstaltung in Partnerarbeit einen ausführlichen Einblick in den Arbeitsmarkt. Weiterhin bestimmen sie in einem Online-Verfahren ihre Neigungen und Fähigkeiten. Anhand der Ergebnisse können sie bestimmte Berufsfelder auswählen und sich die darin enthaltenen Berufe genauer ansehen.

Das Azubi-Speed-Dating

Beim Azubi-Speed-Dating können die Schülerinnen und Schüler Bewerbungsgespräche trainieren. Einmal im Jahr findet im Rahmen der „Mettinger Brücke“ das Azubi-Speed-Dating statt. Hierbei bieten Firmen aus Mettingen und Umgebung den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit Bewerbungsgespräche zu üben. Die Schülerinnen und Schüler suchen sich Firmen aus, bei denen sie sich vorstellen wollen. Innerhalb von zehn Minuten führen sie ein Bewerbungsgespräch und erhalten direkt eine konstruktive Rückmeldung über den Verlauf.

Zusätzliche individuelle Beratungsgespräche

Individuelle Beratungsgespräche werden für die neunte Jahrgangsstufe im schuleigenen Berufsberatungsraum durch die Agentur für Arbeit ermöglicht.

Zehnte Jahrgangsstufe

Kommunikations- und Assessment-Center

Im Zeitraum des Halbjahreszeugnisses wird durch externe Referenten unserer Kooperationspartner ein Kommunikations- und Assessment-Center in den Klassen aufgebaut. Innerhalb dieser Veranstaltung trainieren die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen, z.B. in einem Rollenspiel, die wichtigsten verbalen und nonverbalen Kommunikationsregeln.

Zusätzliche individuelle Beratungsgespräche

Individuelle Beratungsgespräche werden für die zehnte Jahrgangsstufe im schuleigenen Berufsberatungsraum durch die Agentur für Arbeit ermöglicht.

Anmeldung an weiterführende Schulen

Alle Schülerinnen und Schüler durchlaufen zu Beginn des zweiten Halbjahres das ,,Schüler-online-Verfahren“. In einer vorherigen Informationsveranstaltung erhalten sie ausführliche Informationen zu ihren Berufs- bzw. Schulplänen.

Verkehrserziehung

Das Ziel der Verkehrs- und Mobilitätserziehung ist die sichere und verantwortungsvolle Teilnahme der Schülerinnen und Schüler am Straßenverkehr.

Einen festen Bestandteil zur Förderung der Verkehrserziehung bildet das Bussicherheitstraining für die Fahrschülerinnen und Fahrschüler der Klassen 5. Es handelt sich um ein Training, das die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler beim Einsteigen in den Bus, während der Fahrt und beim Aussteigen erhöht. Neben einem theoretischen Teil, der im Klassenzimmer stattfindet, bildet das eigentliche Training mit Jacken und Schultaschen im und am Bus den Schwerpunkt. Dabei ist es wichtig, das Bewusstsein der Fahrschülerinnen und Fahrschüler für Gefahrenquellen zu schärfen.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Verkehrsunfallpräventionsprogramm „Crash Kurs NRW“, das von der nordrhein-westfälischen Polizei gemeinsam mit Schulen und weiteren Partnern entwickelt wurde, um die Zahl von schweren Verkehrsunfällen, an denen vor allem junge Fahranfänger beteiligt sind, zu senken. Die Veranstaltung richtet sich an die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10. Mit authentischen Fotos, Filmen und Berichten vieler Betroffener, z.B. von Polizisten, Rettungssanitätern, Notärzten, Notfallseelsorgern und Angehörigen wird gezeigt, wie Verkehrsunfälle verursacht werden und was sie bewirken.

Das Fahrradfahren hat sowohl im Freizeitbereich als auch auf dem Weg zur Schule für viele Schülerinnen und Schüler eine große Bedeutung. Deshalb ist der Schule die Verkehrstauglichkeit der Fahrräder sehr wichtig. Insbesondere sind eine funktionierende und bei Dämmerung eingeschaltete Beleuchtung, ein ausreichendes Reifenprofil (mindestens 1 Millimeter) und gut funktionierende Bremsen wichtig. Die Kleidung sollte den Witterungsverhältnissen angepasst sein. Ein Helm kann schwerwiegende Unfallfolgen verhindern. Um dieses Anliegen der Schule zu unterstreichen, wird eine Information über verkehrssichere Fahrräder an die Eltern herausgegeben.

Medienerziehung

Ob sie nun den Laptop, das Smartphone oder ein Tablet nutzen - unsere Schülerinnen und Schüler wachsen in einer Zeit auf, die durch eine ständige Erreichbarkeit der unterschiedlichsten Medien sowie eine veränderte, extrem verdichtete Kommunikationsstruktur geprägt ist. Die noch vor Jahren so beliebten Chatrooms oder das TV-Gerät verlieren deutlich an Reiz, immer wichtiger wird der schnelle Wechsel der Aufmerksamkeit auf Neues sowie das öffentliche Teilen persönlichster Bilder, Gedanken oder Befindlichkeiten - und zwar stundenlang zu jeder Zeit. Mit diesem sich immer rasanter veränderten Kommunikationsverhalten muss sich auch die Schullandschaft immer wieder neu beschäftigen, damit das veränderte Verhalten vieler unserer Schüler noch verstehbar bleibt.

Die Vermittlung von Medienkompetenz ist daher auch für die Kardinal-von-Galen-Realschule ein wichtiger Baustein des Schulprogramms. Diese Vermittlung wird in Informationsveranstaltungen für Eltern und Schüler, aber auch in konkreten Kurzvorträgen, die sich beispielsweise mit dem Nutzungsverhalten und den unterschiedlichsten Einstellungsmöglichkeiten von Facebook beschäftigen, vor einzelnen Klassen thematisiert.

Medienerziehung und Medienkompetenz bedeutet aber auch das Lernen richtiger Recherchetechniken und die Nutzung von Präsentationsprogrammen für schulische Zwecke wie Referaten oder Kurzvorträgen. Auch dies wird an der KVG-Realschule in den verschiedenen Fächern umgesetzt.

Es ist wichtig, nicht nur die Gefahren und Risiken der Neuen Medien zu konkretisieren, sondern die Schülerinnen und Schüler dahingehend zu erziehen, diese medienkompetent und zielgerichtet für sich zu nutzen.

Seit dem Schuljahr 2016/2017 gibt es an der Kardinal-von-Galen-Realschule die Arbeitsgemeinschaft „Digitale Experten“. In dieser freiwilligen Arbeitsgemeinschaft werden Schülerinnen und Schüler einmal in der Woche zu Experten im Hinblick auf medienerzieherische Thematiken ausgebildet. Nach dieser Ausbildung stehen sie zweimal in der Woche der Schülerschaft beratend zur Verfügung oder können auch als Experten in den unteren Klassenstufen eingesetzt werden.

Folgende Themen sind unter anderem Inhalt der Ausbildung:

  • Cybermobbing

  • Handy- und Spielsucht

  • Downloads und Streaming

  • Chancen und Gefahren der Nutzung von WhatsApp, Snapchat, Instagram, Facebook und Co.

  • Recht am eigenen Bild

  • Viren und Trojaner

  • Hoaxes („Falschmeldungen“)

Folgende Aufstellung fasst Inhalte der Medienerziehung einzelner Fächer sowie einiger Methodentage tabellarisch, geordnet nach Jahrgängen, zusammen.

Jahrgang

Inhalte

Medien / Software /Ausstattung

Jahrgangsstufe 5

Einrichten der Internetanmeldung und Üben des Einloggens

Grundlegende Arbeit mit Word im Deutschunterricht: Öffnen und Speichern von Dokumenten, Schriftarten, Grafik, Nutzung der Zwischenablage, Ansichten, Papierformat, Rechtschreibprüfung

Erster grundlegender Umgang mit dem Smartphone und verantwortungsvoller Umgang mit Messengern wie WhatsApp und Co.

Internet, PC-Raum, Word

Jahrgangsstufe 6

Im Rahmen des Sozialen Lernens erfolgt ein Medienkompetenztraining: Wie häufig wird das Internet genutzt? Für welche Zwecke?

Anhand eines Fallbeispieles sollen Gefahren, die beim Surfen lauern, identifiziert und besprochen werden.

„Freundschaften“ im Internet sowie Cybermobbing werden ebenfalls thematisiert

Grundlegender Umgang mit dem Smartphone und verantwortungsvoller Umgang mit Messengern wie WhatsApp und Co.

Internet, evtl. Foren (Facebook/OSC?), Dateimanager, Word, Excel, Power Point


Informatik:

  • Einführung in das Netzwerk der Schule/Elementarer Umgang mit dem Computer

  • Informationsbeschaffung aus dem Internet

  • Richtiger Umgang mit dem Internet und Verhalten in Chatrooms

  • Elementare Textverarbeitung,   Präsentationsverarbeitung, Tabellenkalkulation

  • Bilder für Präsentationen nutzen

  • „Links“ erstellen um externe Informationen nutzen zu können


Jahrgangsstufe 7

Arbeit mit Excel im Matheunterricht der 7. Klasse: Nutzung von Tabellenkalkulation (Excel) und Geometriesoftware (geogebra) zum Erkunden inner- und außermathematischer Zusammenhänge:

  • Proportional und umgekehrt proportional

  • Rationale Zahlen

Methodentag „Recherche“: richtiger Umgang mit Suchmaschinen (z.B. Google)

Medienkompetenz, z.B.: Wie schütze ich meine Privatsphäre im Internet? Umgang mit persönlichen Daten im Internet

Nutzung des Internets zur Informationsbeschaffung (diverse Fächer)

Hinweise auf den Datenschutz und die richtigen Einstellungen in Facebook (Zeitpunkt: Ende der Klasse 7)

Internet, Excel, Word, geogebra, Powerpoint

Jahrgangsstufe 8

Arbeit mit Excel im Matheunterricht der 8. Klasse: Nutzung von Tabellenkalkulation und Geometriesoftware (geogebra) zum Erkunden inner- und außermathematischer Zusammenhänge:

  • Vierecke, Vielecke

  • Umfang und Flächeninhalt

  • Lineare Funktionen

Internet, PC-Raum, Laptops, geogebra, Excel, Word, Powerpoint (Referate),

EOS, Scratch o.Ä.


  • Zusammentragen von Daten in elektronischer Form und Darstellung mithilfe der Tabellenkalkulation Excel.

Nutzung des Internets zur Informationsbeschaffung (diverse Fächer)

Informatik:

  • Graphiksoftware, Unterschied zwischen Pixelgrafiken und objektorientierten Grafiken

  • Erstellen von eigenen Bildern am Computer

  • Erster Kontakt mit der Programmierung einfacher Graphiken

  • Kennenlernen von einfachen Programmierschritten und Abfolgen

Einführung in die Kryptologie anhand einfacher Beispiele


Jahrgangsstufe 9

Nutzung des Internets zur Informationsbeschaffung (diverse Fächer)

Matheunterricht:

  • Schüler nutzen selbstständig Print- und elektronische Medien zur Informationsbeschaffung

  • Schüler wählen geeignete Medien für die Dokumentation und Präsentation aus (Powerpoint): Kapitel 6 („Satz des Pythagoras“), Kapitel 2 („Zufall und Wahrscheinlichkeit“)

  • Potenzen (Excel)

  • Wurzeln (Excel)

  • Ähnlichkeit (Excel)

  • Kreis (Excel)

Arbeit mit Word im Deutschunterricht (Zeitpunkt gemeinsam mit der Vorbereitung zum Praktikum):

Tabellen, Briefe, Formatierung, Autokorrektur

Internet, Word, Excel, Powerpoint (Referate)

Jahrgangsstufe 10

Nutzung des Internets zur Informationsbeschaffung (diverse Fächer)

Matheunterricht (in sämtlichen Kapiteln):

  • Nutzen dynamische Geometriesoftware (DGS) zum Erkunden inner- und außermathematischer Zusammenhänge

  • Wahl und Nutzung eines geeigneten Werkzeuges (Geometriesoftware, Tabellenkalkulation (Excel), Funktionenplotter)


Internet, geogebra, DGS, Word, Excel, Powerpoint



Fördern und Fordern

Plus-Unterricht in Klasse 5

An der Kardinal-von-Galen Realschule beschulen wir Schülerinnen und Schüler von rund zehn verschiedenen Grundschulen. Deshalb bieten wir in Klasse 5 einen sogenannten Plus-Unterricht in den Hauptfächern an, um den Lernstand der unterschiedlichen Grundschulen anzugleichen.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten somit alle 14 Tage zwei weitere Stunden in Deutsch, Mathematik und Englisch. Der Plus-Unterricht ist so organisiert, dass in Kleingruppen zentrale Themen der verschiedenen Fächer bearbeitet werden.

In Deutsch sind das im Wesentlichen die Themen Rechtschreibung, Grammatik, Lesen und Kreatives Schreiben. Im Plus-Unterricht in Englisch geht es im Wesentlichen um lehrwerksabhängige Übungen zum Wortschatz und zur Kommunikation, während der Plus Unterricht in Mathematik die Themenbereiche Addition/Subtraktion, Multiplikation/Division, Größen und Geometrie behandelt.

In den Kleingruppen können die Lehrkräfte besser auf die individuellen Anfragen der Schülerinnen und Schüler eingehen; wir wollen aber nicht nur lernschwache, sondern auch lernstarke Schülerinnen und Schüler ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechend unterstützen.

Methodenkonzept

Das vorliegende Methodenkonzept gibt einen Gesamtüberblick über die in einem Schuljahr zu erarbeitenden fachgebundenen Methoden und jenen, die an einem (oder mehreren) Projekttag/en fachunabhängig unterrichtet werden.

Jahrgang 5

Methode

Thema/Inhalt

Fach

Lernphase

Gesprächsregeln

Miteinander reden

D

Voraussetzungen für das Lernen


Fakten lernen, Vokabeln lernen, Lernbox


E

Voraussetzungen für das Lernen


Grundregeln des Experimentierens

1. Stunde

Ph

Voraussetzungen für das Lernen


Umgang mit Lernprogrammen



E

Voraussetzungen für das Lernen


Brainstorming, Mindmapping


School

E

Planen und Strukturieren


Diagramme erstellen und lesen

Statistik

M

Planen und Strukturieren


Umgang mit dem Lexikon/Wörterbuch


D

Recherchieren und Informieren


Umgang mit Atlanten

Topographie

Ek

Recherchieren und Informieren


Umgang mit der Bibel (NT, AT)


Rel

Recherchieren und Informieren


Anfertigen eines Versuchsprotokolls

1. UE

Ph

Verarbeiten und Visualisieren


Gestaltung mündlicher Vorträge

Tiere

Bi

Verarbeiten und Visualisieren


Einführungswoche


Themen: Wir lernen unsere neue Schule kennen und Voraussetzungen für das Lernen

Schulplaner

Wie sollte mein Arbeitsplatz beschaffen sein?

Welches unspezifische Arbeitsmaterial benötige ich?

Heft- und Mappenführung

Konzentrationsübungen

Entspannungstechniken

Übungen der Edukinestetik

Hausaufgaben machen

die Zeit planen; Arbeitsphasen und Pausen festlegen

Gruppenarbeit

Besuch der Schülerbücherei

Stuhlkreis herstellen

Texte erfassen

Kennenlernen des Schulgeländes, Bushaltestellen, Fluchtweg, Sportstätten, Hallenbad, Kirchen

Was ist ein gesundes Frühstück?

Bewegung hilft beim Lernen!

Arbeiten mit Nachschlagewerken

Jahrgang 6

Methode

Thema/Inhalt

Fach

Lernphase

Untersuchung von Quellen


Ge

Recherchieren und Informieren


Anfertigen von Berichten

Von Erlebnissen und Erfahrungen berichten

D

Verarbeiten und Visualisieren


Schaubilder, Strukturskizzen


Po

Planen und Strukturieren

Projekttag

Thema: Lerntypenbestimmung, Funktionsweise des Gehirns, Methoden des Kooperativen Lernens

Jahrgang 7

Methode

Thema/Inhalt

Fach

Lernphase

Inhaltsangaben verfassen

Inhaltsangabe

D

Recherchieren und Informieren


Anfertigen von Beschreibungen


D

Verarbeiten und Visualisieren


Textverarbeitung


Word

D

Verarbeiten und Visualisieren


Tabellenkalkulation

Excel

Ma

Verarbeiten und Visualisieren


Projekttag

Thema: Recherchieren

z.B. in der Bibliothek, im Internet (auch Gefahren des Internets), in Lexika etc. oder auch Planung eines Wandertages

Jahrgang 8

Projekttag

Thema: Das Referat: Vortrag, Präsentation

Audio-Visuelle Verarbeitung (Folien, Plakate, Tafelbild, Modelle)

Jahrgang 9

Methode

Thema/Inhalt

Fach

Lernphase

Anfertigen von Bewerbungsunterlagen

Praktikumsvorbereitung

D

Verarbeiten und Visualisieren


Zitieren

Interpretation

D

Verarbeiten und Visualisieren


Projekttag

Thema: Bewerbungsgespräch

Die Bewerbung

Differenzierung in den Klassen 7 bis 10

Die Kardinal-von-Galen-Realschule ermöglicht ihren Schülerinnen und Schülern die Entfaltung verschiedener Begabungsrichtungen durch ein vielfältiges Bildungsangebot in der Differenzierung. Jede Schülerin und jeder Schüler wählt im Einverständnis mit den Erziehungsberechtigten und Beratung durch die Fachlehrerinnen und Fachlehrer nach ihren/seinen Neigungen und Interessen einen der folgenden Schwerpunkte:

  • Fremdsprachen (Französisch)

  • Naturwissenschaften (Biologie, Chemie oder Physik)

  • Sozialwissenschaften

Durch die Wahl eines Schwerpunktes bestimmt jede Schülerin und jeder Schüler ihren oder sein Abschlussprofil, wobei jeder Differenzierungskurs zur Fachoberschulreife führt und damit die gleichen Berechtigungen - auch im Hinblick auf den Besuch der gymnasialen Oberstufe - erteilt.

Ziele:

Die Wahl zwischen verschiedenen Neigungsschwerpunkten nach unterschiedlichen Lernbedürfnissen und Fähigkeiten soll die Schülerinnen und Schüler zu einer erhöhten Lernbereitschaft motivieren.

Die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an dieser Entscheidung über ihre weitere Schullaufbahn hält sie zudem an, sich mit dieser Entscheidung zu identifizieren und damit zur Erhöhung des Schulerfolgs beizutragen. Das entbindet Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer aber nicht von der Verpflichtung, die Schülerinnen und Schüler bei dieser weitreichenden Entscheidung zu beraten und zu unterstützen.

Durch die Differenzierung wird teilweise der Klassenverband aufgelöst. Während der Stunden im Differenzierungskurs können neue Kontakte geknüpft werden, die es jeder Schülerin und jedem Schüler ermöglichen, sich neuen Freundes- oder Mitschülerkreisen anzuschließen.

In den angebotenen Neigungsschwerpunkten werden Bezüge zu den von den Realschulabsolventen hauptsächlich angestrebten Berufsfeldern deutlich. Ohne dass eine Berufswahlentscheidung bereits zu diesem Zeitpunkt vorgenommen wird, gibt doch die Wahl des Differenzierungskurses jeder Schülerin und jedem Schüler zum ersten Mal einen Anstoß, sich mit der eigenen beruflichen Zukunft auseinander zu setzen.

Organisation der Differenzierung in Klasse 7 bis 10:

Der Unterricht ist gegliedert in:

  • Kernbereich im Klassenverband

  • Wahlpflichtbereich, indem das 4. Hauptfach und die naturwissenschaftlichen Nebenfächer im Kurs unterrichtet werden.

Individuelle Förderung

Im Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (Stand 1.7.2011) ist das Recht auf Bildung, Erziehung und individuelle Förderung festgeschrieben.

Individuelle Förderung ist vielschichtig. Hierzu gehören alle pädagogischen, didaktischen und methodischen Überlegungen und Maßnahmen, die in eine Individualisierung des Lernprozesses und Differenzierung des Unterrichts münden. Dieses Vorgehen dient dem Ziel, die einzelnen Schülerinnen und Schüler entsprechend ihren Begabungen und Möglichkeiten optimal zu unterstützen.

Die verschiedenen Förderangebote des aktuellen Konzeptes umfassen die Bereiche der unterstützenden Förderung sowie der Begabungsförderung und der Interessenförderung im außerunterrichtlichen Bereich (siehe Übersicht).

Neben verschiedenen Kursen, die ein breites Inhaltsspektrum beschreiben und dem Unterricht angebunden sind, können im Rahmen der außerunterrichtlichen Interessenförderung diverse Arbeitsgemeinschaften gewählt werden, die Themen jenseits des schulischen Curriculums ansprechen und zum Teil von außerschulischen Experten geleitet werden.

Die Zusammenarbeit zwischen den beiden KvG-Schulen zielt vor allem auf die Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen den beiden Schulformen - im Interesse einer individuellen Förderung des Kindes. Auf diese Weise soll insbesondere den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangstufen 5 und 6 ein Übergang von der Realschule zum Gymnasium erleichtert werden.

Eine schulische Eingliederung wird auch Schülerinnen und Schülern mit Entwicklungsstörungen und Behinderungen ermöglicht. Sie erhalten Unterstützung durch Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer, Integrationskräfte sowie Sozialpädagoginnen und -pädagogen der benachbarten Förderschulen.

Im Rahmen der Berufsorientierung kooperiert die Kardinal-von-Galen-Realschule als Partner des Projektes „Mettinger Brücke“.

Beispiele individueller Förderung:

schulisch

unterrichtlich

Feedbackkultur (Rückmeldung unter Klassenarbeiten, Notenbesprechung, Feedback auf Augenhöhe durch SuS)

Theater / Lesung

Bei Bedarf Integrationskräfte

Kooperatives Lernen

Lern- und Förderempfehlungen

Vergabe von freiwilligen Aufgaben bzw. Referaten

Differenzierte Hausaufgaben

Ansprechen verschiedener Sinneskanäle

Stationsarbeit

Wochenplanarbeit

Schreibkonferenzen

Wahl zwischen freiwilligen und Pflichtaufgaben

Korrigieren der Schulhefte bzw. der Hausaufgabenhefte

außerunterrichtlich

Förderunterricht in Klasse 5 in Deutsch, Mathematik, Englisch

LRS-Förderung Klasse 5-10

Pädagogische Konferenzen Klassen 5-10

Sportwettbewerbe / Wettbewerbe

Methodenkonzept

13-plus-Betreuung

AGs / Bigband

Streitschlichtung, Buspaten

Kirchengemeinderallye

Soziales Lernen Klassen 5-6

Beratungskonzept

Berufswahlkonzept

Schulseelsorge

Intensive Elternarbeit (Elternsprechtage, Vorträge, Lehrersprechstunde bei Bedarf, Elternabende)

Projekt Liebesleben (sexuelle Aufklärung)

Schülerbücherei

Girls und Boys Day

Systemische Methoden der Lernbegleitung (durch Beratungslehrer)

Alkohol- und Drogenpräventation (Projekt „Crash Test“)

außerschulisch

unterrichtlich

Berlinfahrt der SoWi-Kurse

 Exkursion

Selbstlernbereich auf der Schulhomepage

Nachhilfe durch ältere SuS

Kennenlerntage

außerunterrichtlich

Tage religiöser Orientierung

Naturwoche in Klasse 5

Theaterbesuch

Auschwitzprojekt

Frankreich-Austausch

Klassenfahrten in Klasse 6 und 10

regelmäßige Gottesdienste

Klassenfeste

Leseförderung

Lesen erweitert den Wortschatz und regt die Phantasie an. Dem Fach Deutsch kommt bei der Leseförderung und Lesekompetenz eine Schlüsselrolle zu. Darüber hinaus sieht der Rahmenplan „Förderung der deutschen Sprache als Aufgabe in allen Fächern“ vor, dass alle Fächer, die in irgendeiner Weise mit Texten arbeiten, an der Förderung der Lesekompetenz mitwirken.

Folgende Aktivitäten zur Förderung der Leselust/Lesekompetenz werden an unserer Schule beispielsweise angeboten:

  • Klassenlektüre

  • Schülerbücherei (in den großen Pausen)

  • Bücher-Igel

  • Autorenlesungen

  • Gelegentliches Vorlesen in der Klasse (z.B. Advent)

  • Vorlesewettbewerb in Klasse 6

  • „Tag des Buches“

Informationen zur Big Band

Der Spaß am gemeinsamen Musizieren hat bei uns einen hohen Stellenwert. Daher gibt es unterschiedliche musikalische Angebote für Schülerinnen und Schüler abhängig von der Jahrgangsstufe und dem jeweiligen Leistungsstand.

Unter der Leitung der Musiklehrerinnen und Musiklehrer werden zurzeit eine Big Band für die Jahrgangsstufe 6 und eine Big Band für die Jahrgangsstufe 7 bis 9 angeboten. Des Weiteren gibt es eine Junior-Big Band für Jahrgang 9 bis zum Ende der Sekundarstufe I. Außerdem besteht auch eine Big Band für die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 bzw. die Sekundarstufe II, an der weitere besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler teilnehmen können.

Herzlich willkommen sind alle Blech- und Holzblasinstrumentalisten, E- oder Bass-Gitarristen, Keyboarder sowie Schlagzeuger. Teilnahmevoraussetzung ist ca. ein Jahr Instrumentalunterricht und die Absprache mit der Orchesterleitung und dem Instrumentallehrer.

Die jeweiligen Orchester treten zu unterschiedlichen schulischen und außerschulischen Anlässen auf.

Soziales Lernen

Fahrtenprogramm / Klassenfahrten

Am Anfang und gegen Ende der Realschulzeit werden Klassenfahrten veranstaltet. Sie dienen der Findung und Festigung der Klassengemeinschaft. Durch interessante Ziele und Programme mit gemeinsamen Aktivitäten, ggf. auch durch die Übernahme kleinerer Verantwortlichkeiten sollen das Gemeinschaftsgefühl und die soziale Verantwortung in der Gruppe gefördert und das Selbstvertrauen gestärkt werden und natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Die gemeinsamen Erlebnisse sind oft noch viele Jahre in guter Erinnerung. Die Ziele und Programme werden von den verantwortlichen Lehrerinnen und Lehrern mit Schülerinnen und Schülern sowie Eltern abgesprochen.

Klasse 5/6: fünftägige Fahrt, z.B. auf eine Nordseeinsel wie Wangerooge, Norderney und Ameland, aber auch andere Ziele werden angesteuert.

Klasse 10: etwa einwöchige Studienfahrt, z.B. Skifreizeit, Surfcamp an der Ostsee, Auslandsaufenthalt in England, Gardasee/Italien etc.

Einführungswoche Klasse 5

Die erste Woche an der neuen Schule ist für alle neuen Schülerinnen und Schüler sehr spannend. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst in der katholischen Kirche werden sie durch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer in der Schule begrüßt und von diesen in der ersten Woche (Einführungswoche) begleitet. Anstelle des regulären Unterrichts erkunden die neuen Schülerinnen und Schüler in dieser Einführungswoche im Rahmen einer Rallye das Schulgelände, lernen die Sportstätten und die Kirchen kennen, aber vor allem auch ihre neuen Mitschülerinnen und Mitschüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer. Dabei wird auch der Aufbau und die sinnvolle Nutzung des Schulplaners, die Organisation des Schreibtisches zu Hause und die effiziente Vorbereitung auf Klassenarbeiten vermittelt. Außerdem gehören ein gesundes Frühstück sowie ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa zum Programm.

Projekt „Wir sind Klasse!“

In Zusammenarbeit mit einem außerschulischen Anbieter führen die Klassen 6 mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern das zweitägige Projekt „Wir sind Klasse!“ durch. In einer guten Mischung aus Gesprächsrunden und Spielen wird viel für die Verbesserung der Klassengemeinschaft getan. Beispielsweise erstellen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam Klassenregeln. Außerdem hilft es ihnen, die Fähigkeit zu entwickeln, Kritik annehmen und konstruktiv äußern zu können.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Die Kardinal-von-Galen-Realschule ist eine „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“. Dieses bundesweite Projekt bietet die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung einer positiven Schulatmosphäre, indem sich die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Als Schule sind wir eine Selbstverpflichtung eingegangen, uns aktiv gegen jede Form von Diskriminierung einzusetzen und regelmäßige Aktionen durchzuführen.

Deshalb laufen jedes Jahr verschiedene Projekte, zum Beispiel ein Thementag zur Demokratie, eine Ausstellung zum Thema Rechtsextremismus oder ein Theaterstück zum Thema „Flüchtlinge“. Dies kann aber auch ein thematisch passender Kinobesuch oder eine im Unterricht gestaltete Ausstellung auf der Brücke sein.

Miteinander leben und arbeiten

In unserer Schule arbeiten viele Menschen, deshalb ist es wichtig, dass ich mich so verhalte, dass ein jeder Mensch gerne in unsere Schule kommt. Dies bedeutet im Einzelnen:

Ich respektiere jeden Menschen, auch wenn er anders ist als ich.

Ich bemühe mich, niemanden zu verletzen, weder mit Worten noch mit Taten.

Ich bemühe mich Kritik zu ertragen.

Ich respektiere die Meinung anderer und sage meine Meinung so, dass ich niemanden verletzte.

Ich nehme Rücksicht auf andere. Das bedeutet, dass ich die Interessen der anderen berücksichtige und deshalb auch mal zurückstecken muss.

Ich respektiere das Recht aller auf störungsfreien Unterricht.

Ich komme pünktlich zu Verabredungen und zum Unterricht. Beim Klingeln zum Unterrichtsbeginn sitze ich auf meinem Platz und habe meine Materialien auf meinem Tisch liegen.

Ich halte meine Umgebung sauber und gehe sorgsam mit meinem und fremden Eigentum um.

Ich bemühe mich um gute Umgangsformen, das heißt zum Beispiel, dass ich

  • meine Lehrerinnen und Lehrer und Mitschülerinnen und Mitschüler grüße,

  • meinem Nachfolger die Tür aufhalte,

  • anklopfe, bevor ich einen Raum betrete,

  • keinen Kaugummi kaue,

  • während des Unterrichts keine Kappe, kein Kopftuch trage,

  • keine technischen Geräte, wie MP3-Payer, Handy etc. benutze,

  • keine Getränkeflaschen und Plastikbecher aus dem Automaten/Kiosk mit in die Klassenräume nehme

Für mein Lernen bin ich selbst verantwortlich. Wenn ich Hilfe brauche, frage ich meine Mitschülerinnen und Mitschüler oder Lehrerinnen und Lehrer. Ich strenge mich an, mein Bestes zu geben.

Schüleraustausch

Ein Schüleraustausch ist eine wichtige Erfahrung zur Entwicklung von interkultureller Handlungsfähigkeit und bietet die Möglichkeit, freundschaftliche Beziehungen zu knüpfen und Einblicke in das Leben des Partnerlandes zu bekommen. Dies führt zudem zu einer Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses. Darüber hinaus gibt ein Schüleraustausch dem Fremdsprachenunterricht wertvolle Impulse, insbesondere im Hinblick auf die Sprachbeherrschung und den Erwerb landeskundlicher Kenntnisse. Die Schülerinnen und Schüler lernen das Leben in der Familie und in der Schule des Gastlandes kennen und erweitern ihre Sprachkenntnisse durch die Notwendigkeit, sich mit der Gastfamilie weitgehend in der Landessprache zu verständigen. Dies führt zu einer steigenden Motivation beim Erlernen der Fremdsprache, was auch deutlich im Unterricht nach der Austauschfahrt zu spüren ist.

Die Kardinal-von-Galen-Realschule und das Kardinal-von-Galen-Gymnasium führen seit vielen Jahren einen Schüleraustausch für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 mit der französischen Partnerschule St. Louis / St. Clément in Viry-Châtillon durch, das in der unmittelbaren Umgebung von Paris liegt. Die Aufnahme einer französischen Gastschülerin bzw. eines französischen Gastschülers ist die Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Austausch. Während der Woche in Frankreich sind die Schülerinnen und Schüler in französischen Gastfamilien untergebracht. Hier werden sie die französische Lebensweise kennenlernen. Sie haben die Gelegenheit, am Unterricht in der französischen Schule teilzunehmen. An mehreren Tagen wird die Möglichkeit genutzt, Paris und seine zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Neben der Chance, die Hauptstadt Frankreichs kennenzulernen, bietet der Schüleraustausch den Schülerinnen und Schülern die einzigartige Gelegenheit, die eigenen Französischkenntnisse in der Praxis zu erproben und zu erweitern. Nirgendwo lernt man eine Fremdsprache besser als im jeweiligen Land selbst.

Auschwitzfahrt

Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“ (Helmut Kohl)

Unter diesem Motto finden seit 2001 Studienfahrten für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 nach Auschwitz statt.

Mit der Fahrt verfolgen wir im Wesentlichen vier große Ziele. Zunächst geht es um den Erwerb von Sachinformation: Was ist unter Nazideutschland mit den Juden passiert? Dabei geht es um Begrifflichkeiten, Abläufe und Hintergrundinformationen.

Das zweite Ziel unserer Fahrt ist nach dem theoretischen Überbau das Sammeln von Erfahrungen. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Geschichte nicht nur kennen, sondern „erfahren“ und sich ergreifen lassen. Die Dimension des Lagers und der Opfer wird spürbar und Informationen erscheinen in einem anderen Licht.

Beim dritten Ziel gehen wir vom Großen zum Kleinen. Heute gehen wir davon aus, dass in Auschwitz ca. 1,1 Mio. Menschen ermordet wurden. Jeder Mensch war ein Individuum, dem Gott sein Leben geschenkt hat und das ihm auf grausame Weise genommen wurde. Uns ist es wichtig, zu zeigen, dass die Opfer Menschen mit einer Lebensgeschichte waren. Sie haben gelacht, geweint, gehofft und geliebt. Es geht um Empathie, um ein Mitfühlen mit den Opfern.

Unser viertes Ziel ist das Lernen aus der Vergangenheit und damit die Übernahme von Verantwortung für die Zukunft. Wir tragen nicht die Verantwortung für das, was geschehen ist, sondern dafür, dass so etwas nie wieder passiert. Mit dem Wissen, was gewesen ist, sollen Perspektiven aufgezeigt werden, die das weitere Handeln beeinflussen sollen.

Um diese Ziele zu erreichen, haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Bausteine etabliert:

  • Der Studientag zur Vorbereitung dient der inhaltlichen Vorbereitung der Fahrt.

  • Beim Besuch der der Gedenkstätte „Villa ten Hompel“ mit verschiedenen Workshops und den „Tischgesprächen“ wird Geschichte lebendig, denn die Schülerinnen und Schüler erleben einerseits einen Schauspieler, der als Adolf Hitler auftritt, andererseits werden sie mit Schicksalen aus Münster konfrontiert.

  • Wir freuen uns, dass wir in den letzten Jahren die Zeitzeugin Erna de Vries, die das Lager Auschwitz überlebt hat, in unserer Schule begrüßen durften. Frau de Vries ist mit ihrer Mutter nach Auschwitz gekommen und war im Todesblock. In ihrem Vortrag schildert sie ihre Erlebnisse sehr eindringlich. Immer wieder lässt sie einfließen, dass es Menschen gab, die ihr mit kleinen Gesten geholfen haben. Diese kleinen Gesten ließen sie nie die Hoffnung verlieren und gaben ihr die Kraft zu überleben.

  • Fahrt nach Osnabrück: Orte der Erinnerung (Villa Schlikker, Mahnmal „Alte Synagoge“; Gestapokeller; Stolpersteine). Osnabrück ist für viele der Ort, den sie vom Einkaufen o.Ä. kennen. Nun sollen sie ihn aus einem anderen Blickwinkel sehen. Auch aus Osnabrück wurden Menschen deportiert, zuerst nach Riga und dann nach Auschwitz.

Die jährliche Studienfahrt enthält folgende Programmpunkte:

  • Fahrt nach Dresden mit Besichtigung der Frauenkirche als Symbol der Verständigung und Versöhnung

  • Führung durch das Stammlager Auschwitz

  • Besuch der ehemaligen Fabrik von Oskar Schindler

  • Führung durch das jüdische Viertel

  • Führung durch das Lager Auschwitz-Birkenau

Berlinfahrt des SoWi-Kurses der Jahrgangsstufe 9

Die Schülerinnen und Schüler des SoWi-Kurses der Jahrgangsstufe 9 unternehmen im 2. Halbjahr eine mehrtägige Kursfahrt nach Berlin, die fest in das Fahrtenprogramm der Schule aufgenommen ist.

Die Berlinfahrt trägt für die Schülerinnen und Schüler aus dem Schwerpunktfach Sozialwissenschaft unter anderem dazu bei, dass das zentrale Thema „Demokratie“, das zuvor intensiv im Unterricht behandelt wurde, in Form von praktischen Erkundungen und Besuchen einen realen Bezug bekommt. Es besteht oftmals die Gelegenheit auf der Besuchertribüne des Deutschen Bundestages an einer Plenardebatte teilzunehmen und viele bekannte Politiker zu erleben. Ebenso ist es möglich, nach Einladung einer Abgeordneten oder eines Abgeordneten aus dem heimischen Wahlkreis, diese konkret nach ihrer Tätigkeit in Berlin zu befragen bzw. auch nach Mettingen in die Schule einzuladen. Damit die Fahrt finanziell in einem erschwinglichen Rahmen bleibt, besteht die Möglichkeit Zuschüsse - sofern diese noch nicht aufgebraucht sind - z.B. aus dem Budget eines Abgeordneten, über den Bundesrat etc. zu erlangen. Aus dem großen geschichtlichen, politischen und kulturellen Angebot der Stadt werden für die Schülerinnen und Schüler interessante Angebote ausgewählt, wie z.B. die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße, das Holocaust Mahnmal, die Gedenkstätte Hohenschönhausen, das Deutsche Historische Museum, die Hackeschen Höfe, das Brandenburger Tor etc. Die Schülerinnen und Schüler lernen so viele markante Orte kennen, die sichtbare Spuren der Vergangenheit aufweisen. Auf diese Weise rundet die Berlin-Fahrt viele unterrichtliche Themen auf anschauliche und praktische Weise ab und stärkt ebenfalls die Kursgemeinschaft.