Ein ganz besonderer Besuch an unserer KvG: Michael Kaufmann, der heute in Schweden lebt, machte während seines Aufenthalts in Deutschland einen Zwischenstopp in Mettingen, um unseren Schülerinnen und Schülern des 10. Jahrgangs die bewegende Geschichte seines Vaters Hans Kaufmann und seiner Familie zu erzählen.

Hans Kaufmann wurde 1925 geboren und musste als jüdischer Jugendlicher vor der nationalsozialistischen Verfolgung fliehen. 1939 gelangte er mit einem Kindertransport nach Dänemark, 1943 schließlich nach Schweden. Seine Eltern Ludwig und Lucie wurden 1941 in das Ghetto Riga deportiert. Während seine Mutter die Verfolgung überlebte, wurde sein Vater ermordet.

Für unsere Schule hat dieser Besuch eine ganz besondere Bedeutung: Bereits 2013 war Hans Kaufmann selbst bei uns zu Gast und berichtete unseren Schülerinnen und Schülern als Zeitzeuge von seinen Erlebnissen. Hans Kaufmann verstarb 2016. Heute hat sein Sohn Michael es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte seiner Familie weiterzutragen.

Mit persönlichen Erzählungen und eindrucksvollen historischen Fotografien gelang es ihm, die Menschen hinter der Geschichte sichtbar zu machen und die Vergangenheit für unsere Zehntklässler greifbar werden zu lassen. Auch in seinem schwedischen Buch „Med en blomma av filt“ hält Michael Kaufmann die Geschichte seiner Familie lebendig.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Michael Kaufmann für seinen Besuch, seine Offenheit und dafür, dass er diese wichtige Familiengeschichte mit uns geteilt hat. ❤️

Die Stimme ist eine andere – die Geschichte bleibt.
Erinnern heißt, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.